Giovanni Segantini (1858-1899)

Maler

Geboren wurde Giovanni Segantini in Arco, das damals zum Kaisertum Österreich gehörte. Nach dem Tod seiner Mutter lebte er in Mailand bei seiner Halbschwester, zu der er keine gute Beziehung aufbauen konnte. Segantini riss immer wieder von zu Hause aus, bis seine Halbschwester bei den österreichischen Behörden erwirkte, dass ihm die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Als siebenjähriger Knabe war er also staatenlos und sollte es bis zum Ende seines Lebens bleiben. Streng genommen ist Segantini also kein Schweizer. Dennoch hat er die Schweizer Bergwelt wie kein anderer gemalt und durch seine Gemälde das Bild der Schweiz massgeblich mitgeprägt.

Segantini malte mit Vorliebe draussen in der Natur und war der Landschaften in der Lombardei überdrüssig. Nach seinen Studien an der Kunstakademie in Mailand zog der Maler 1886 mit der ganzen Familie in den Kanton Graubünden. Er war fasziniert von den Lichtverhältnissen im Engadin, die ihm die Abbildung seiner intensiven und farbstarken Alpenmotive ermöglichten: «Nur wer hier oben auf den lichtgebadeten Triften der Alpenwelt gelebt hat, vermag der hohen künstlerischen Bedeutung dieser Farbenklänge innezuwerden. Es ist das Licht, das alles zusammenschliesst und die ewige Harmonie der Alpenwelt bildet», sagte der Künstler über das Engadin.

Auf der Suche nach seinen alpinen Motiven und dem perfekten Licht zog es Giovanni Segantini immer höher die Berge hinauf.

Als er 1899 auf dem Schafberg oberhalb von Pontresina starb, zählte er bereits zu den bestbezahlten Malern seiner Zeit. Zu seinen wichtigsten Werken zählt das dreiteilige Alpentriptychon, das heute im Segantini Museum in St. Moritz steht

Die typische Engadiner Arve, aus der die Statue gefertigt wurde, stammt vom Schafberg im Engadin, wo Giovanni Segantini bei der Schaffung des letzten Teils seines Alpentriptychons verstarb. Der Baum wurde ungefähr 150 Jahre alt und stand zu Segantinis Lebzeiten bereits im Wald.

Segantinis Figur wurde am 21. März, dem internationalen Tag des Waldes, auf dem Jungfraujoch enthüllt. Die fantastische Aussicht auf einige der markantesten Schweizer Berggipfel und den Aletschgletscher auf 3’454 Metern über Meer hätte Segantinis Vorstellung eines perfekten Alpenpanoramas sicherlich entsprochen.